Au im Winter Linz
12 WanderfreundInnen liesen sich nicht davon abhalten, bei -10 Grad und Glatteis die Wandersaison 2026 des SB Puchenau zu eröffnen. Unter dem Motto „Au im Winter“ wurde das Augebiet rund um das Mitterwasser in Linz in Angriff genommen. Glatteis, (beinahe) Tiefschnee, umgestürzte Bäume verlangten den Wanderern sowohl Kondition als auch Aufmerksamkeit ab. Belohnt wurde man mit einem Blick in eine wirklich schöne Winterlandschaft, aufsteigenden Reihern, einer Unzahl von Wasservögeln, aber auch einigen interessanten Details rund um die Donau und das Mitterwasser.
Wissenswertes zum Strom,
der unsere Heimat durchquert,
der Donau
Sie durchfließt mit einer Länge von etwa 2850 km 10 Länder (Deutschland, Österreich, Slowakei, Ungarn, Kroatien, Serbien, Rumänien, Bulgarien, Moldawien und Ukraine und ist etwa 2850 km lang. Sie durchfließt Deutschland, Österreich, Slowakei, Ungarn, Kroatien, Serbien, Rumänien, Bulgarien, Moldawien und Ukraine. Über 300 Zuflüsse kommen aus diesen Ländern, aber auch aus der Schweiz (zB. der Inn), Italien, der Tschechischen Republik, Polen, Slowenien, Bosnien-Herzegowina, Mazedonien, Montenegro und Albanien. Die Donau hat über 300 Zuflüsse aus 19 Ländern.
Interessant einige Werte zur Donau im Bereich Linz:
ØTiefe 4 – 8 m im Bereich der Donaubrücken, 9 m bei der Urfahrwänd und 13 m im Bereich Donauknie – Winterhafen
ØBei normaler Wasserführung fließen etwa 1500 m3/sek = 1,500.000 l/sek. durch Linz, größter Durchfluss etwa 6000 m3/sek.
ØSeit 1978 beträgt der Wasserstand beim Pegel Linz > 300 cm – ein Anstieg von 2 m, verursacht durch das DoKW Abwinden Asten.
ØHöchste Pegelstände: 11.07.1954 – 962 cm; 04.06.2013 – 927 cm; 13.08.2002 – 823 cm; 12.06.1965 – 803 cm
ØNiedrigste Pegelstände: 07.02.1972 – 30 cm; 12.01.1954 – 47 cm
Mitterwasser
Speist sich ua. aus dem Weikerlsee. Ein kleines Stückchen Au gehört bedingt durch die einstigen
verschiedenen Donauarme kurioserweise zum Bezirk Perg. Auf Grund der Bedeutung auch des Mitterwassers für den Umschlag zB. von Salz schon im Mittelalter fand die Gegend schon in der um 902/906
entstandenen Raffelstettner Zollordnung (ja – schon damals gab es ein Finanzamt) Erwähnung.
Weikerlsee
Entstand wegen Schotterabbau und wurde nach dem zweiten Weltkrieg als Erholungszentrum der VÖEST mit Strandbad, Umkleidekabinen usw. genutzt. Wurde 1954 aufgegeben, da der Pichlingersee eine bessere Wasserqualität hatte. Gespeist durch Grundwasser, hat der große Weikerlsee 23 ha und ist 7 m tief, der kleine Weikerlsee hat 6 ha und ist 4 m tief. In den Seen schwimmen Karpfen, Schleien, Hechte etc.
1982 wollte man die Seen mit Schlacke auffüllen und somit zuschütten, nach Protesten wurde das Vorhaben aufgegeben. Seit 1994 gehört der See der Stadt Linz
Nach beinahe 8 km Wegstrecke (die überwundenen Höhenmeter kann man vernachlässigen) fand die Wanderung im Gasthaus Löwenfeld in Kleinmünchen ihren geselligen Abschluss. Es gibt den Wunsch, die Wanderung auch im Sommer durchzuführen – man wird sehen.
Nächste Wanderung: am Mittwoch, 18. Februar geht es „von Wegen Kunst“ nach Kleinzell. Treffpunkt ist wie gewohnt um 09:00 beim Gemeindeamt Puchenau
Die Wanderung wird von Rudi Riegler geführt.
Wir freuen uns auf Euch – Freunde, Verwandte und Bekannte mitzunehmen ist ausdrücklich erwünscht!